Das Projekt "Brundibár", d.h. die Aufarbeitung der viele Jahre lang verdrängten Geschichte um die Kinderoper begann eigentlich Ende der 70er Jahre, als die Benediktinerschwester Veronika Grüters auf der Suche nach der Geschichte Ihrer Familie eher zufällig auf den Stoff  der Oper stiess. Sie rekonstruierte eine  Fassung des Brundibar anhand eines Klavierauszugs in tschechischer und hebräischer Sprache und konnte so 1985 die erste Brundibar-Aufführung in Deutschland verwirklichen. Mitte der neunziger Jahre nahm sich die Organisation "Jeunesse Musicale"  der Oper an und initiierte in Kooperation mit anderen Institutionen Pilotprojekte, in denen Arbeitshilfen für die Aufführung der Oper erstellt wurden. Höhepunkt dieses Projektes waren gemeinsame Aufführungen dreier europäischer Spitzenchöre (Knaben- bzw. Kinderchöre) aus Bad-Tölz, Posen und Prag, die hintereinander in Berlin, Warschau und Prag die Oper in der jeweiligen Landessprache aufführten.

Die Chorakademie Göttingen hat sich für 2005 ebenfalls ein "Projekt Brundibar" vorgenommen, in dem neben der Aufführung der Kinderoper auch durch eine Ausstellung ("Zeichne was du siehst", Bilder von Helga Weissova) und die Aufführung weiterer Werke von Komponisten aus Theresienstadt auf die Geschichte des Ghettos und die Folgen des nationalsozialistischen Rassenwahns aufmerksam gemacht werden soll.